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Edelsteine
Edelsteine als Schmuck, spielen im Leben der Menschen erst seit einer gewissen Bewusstseinsbildung eine Rolle. Das begann vor etwa 10.000 Jahren. Und immer noch begleitet uns die gleiche Faszination; der Glanz, die Farbenpracht, das Außergewöhnliche, - ein Hauch von Magie.
Wie geheimnisvolle Blütentriebe keimen Kristalle im heute noch lebendigen Felsgestein, der schon vor Jahrmillionen durch das Spiel gewaltiger Naturkräfte entstanden ist. Ein Mineral wird heute nur dann in königliches Stand des Edelsteines erhoben, wenn ihn drei adelnde Kardinaltugenden eigen sind, die ihm Würde und Wert verleihen: Schönheit, Seltenheit und Dauerhaftigkeit.
Vor ungefähr 2 Milliarden Jahren gelangte kristallisierter Kohlenstoff durch gewaltige Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche. Dort kühlten die Kristalle ab, in den sogenannten Kimberlitschloten, dem vulkanischen Gestein und Hauptfundort der Diamanten. Diese abenteuerliche Reise durch den Erdmantel haben jedoch nur wenige überstanden. Das ist auch der Grund, weshalb Diamanten so selten sind. Von den Anfängen der Diamantensuche bis heute konnten erst gegen 400 Tonnen des edlen Materials gewonnen werden. Nur gerade die Hälfte eignet sich zu Schmuckzwecken. Und lediglich ein Bruchteil davon ist am Ende größer als ein Viertelkaräter. Das Aufspüren von Diamanten ist trotz modernster Mittel immer noch schwierig. Um Rohmaterial in der Größe eines Einkaräters zu gewinnen, müssen durchschnittlich 250 Tonnen Kimberlit-Gestein bearbeitet werden.
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