Also, das ist doch ganz einfach:
(0) Regel: Das Jahr hat 365 Tage.
(I) Ausnahme von der Regel: Die durch vier teilbaren Jahre haben 366 Tage.
(II) Ausnahme der Ausnahme von der Regel: Die durch hundert teilbaren Jahre haben wieder nur 365 Tage.
(III) Ausnahme der Ausnahme der Ausnahme von der Regel: Die durch vierhundert teilbaren Jahre haben doch 366 Tage.
(IV) Ausnahme der Ausnahme der Ausnahme der Ausnahme von der Regel: Die durch viertausend teilbaren Jahre haben 365 Tage.
Damit ist ja alles klar.
Das Jahr 2000 ist also nach (III) ein Schaltjahr, das Jahr 2100 nach (II) nicht. Ewige Kalender halten das Jahr 2100 aber nach (i) doch für ein Schaltjahr und werden daher am 1. März 2100 fälschlicherweise den 29. Februar 2100 anzeigen. Da die meisten Ewigen Kalender auch den Wochentag anzeigen, kann man sie nicht einfach um einen Tag weiterdrehen, sondern muß sie zum Uhrmacher geben. Ausgenommen sind solche Ewigen Kalender, bei denen der Besitzer durch jede Menge Korrekturdrücker (oder beim Ulysse Nardin Perpetual Ludwig, wegen des hochraffinierten Aufbaus, einfach über die Krone) alle Anzeigen einzeln verstellen kann.
Übrigens, Ewige Kalender halten auch das Jahr 2000 für ein Schaltjahr nach (I), obwohl es tatsächlich ein Schaltjahr nach (III) ist ;-)
Eine normale Uhr mit Datum meint, jeder Monat habe 31 Tage. Ein ''Jahreskalender'' kennt die langen und die kurzen Monate außer dem Februar. Ein ''Ewiger Kalender'' kennt die Regeln (0) und (I). Es gibt auch Uhren, die außerdem noch die Regeln (II) und (III) beherrschen, aber das sind Einzelstücke; sie enthalten ein Rad, das in vierhundert Jahren eine Umdrehung vollzieht. (Olaf Ulrich)