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Für manche Leute ist die Zeit wie ein Hohlraum, der sich mit Langeweile füllt. Andere wiederum haben nie Zeit. Ein afrikanisches Sprichwort dagegen lautet: "Von nichts gibt es soviel wie von der Zeit, denn es kommt ja immer mehr." Pascual Jordan stellte einmal fest, dass Kinder das glücklichste Verhältnis zur Zeit hätten, nämlich gar keines.
Oberflächlich betrachtet, war also mit der Einführung der Uhr, mit dem Erkennen des Zeitablaufs die paradiesische Zeitlosigkeit dahin. Doch der Faszination des komplexen, aber sicht- und hörbaren Geschehens in einem mechanischen Räderuhrwerk, erliegen inzwischen immer mehr Menschen. Immer mehr Uhrenfreunde, die gerne verstehen möchten, welche mechanische Abläufe in Uhren vorgehen, welche Gesichtspunkte bei ihrer Konstruktion und Fertigung beachtet worden sind, und welche kluge Erfindungen gemacht wurden, um die Genauigkeit und die Zuverlässigkeit der Zeitmesser zu verbessern.
Eingeordnet in die Geschichte der Zeitmessung und bezogen auf 700 Jahre Geschichte der mechanischen Räderuhr, erscheint die Armbanduhr als sehr junger Uhrentyp. Sie ist, wenn einzelne Vorläufer ausgeklammert bleiben, erst ein gutes Jahrhundert alt.
Die Uhrmacherkunst, repräsentiert durch ihre hervorragenden Meister, zeigte schon immer die Tendenz, möglichst viele, mit der Zeitmessung in Zusammenhang stehende Funktionen mechanisch darzustellen und in einer einzigen Uhr unterzubringen.
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