Wasserdichtigkeit nach DIN 8306
Eine Taucheruhr ist eine Uhr die für zeitlich begrenztes Tauchen vorgesehen ist: 2 Stunden!
DIN 8306
- Diese Norm gilt für Uhren, die als Taucheruhren bezeichnet werden ... für Tauchtiefen L = 100, 200, ...m. Nur volle 100-m-Werte dürfen angegeben werden.
- Taucheruhren müssen mit einer Einrichtung ausgestattet sein, die die Vorwahl einer Zeitspanne ermöglicht, z. B. Skaleneinstellring ... muss gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert sein und im gesamten Tauchbereich einwandfrei funktionieren.
- Zifferblatt und ... Skalenring müssen eine Minutenteilung haben.
- Die angezeigte Zeit, die vorgewählte Zeitspanne und der Gang der Uhr (Sekundenzeiger) müssen auch bei Dunkelheit erkennbar sein.
Die Norm 8306 regelt auch die Prüfmethode, denen wasserdichte Uhren beim Hersteller zu unterziehen sind. Es wird vorgeschrieben, dass alle Prüfungen bei einer „Raumtemperatur von 18-25°C durchgeführt werden. Vor der Prüfung werden die Betätigungselemente (Krone, Drücker) betätigt und wieder in Ruhe gebracht. Dann werden nur einige Exemplare eines Modells, stellvertretend für die gesamte Serie unterzogen werden müssen, sowie einer Einzelprüfung, an der jede einzelne Uhr teil nehmen muss.
Als Einzelprüfung gibt die DIN 8306 vor:
- Prüfung bei Wasserüberdruck. Die zu prüfende Uhr wird in einem Druckgefäß in Wasser getaucht. Danach wird ein Überdruck von ... bar (je nach Druckangabe auf dem Gehäuseboden, mindestens 2 bar) innerhalb von 1 min aufgebracht und 5 min gehalten. Danach wird der Überdruck ... innerhalb von 1 min auf den Umgebungsdruck reduziert.
- Anschließend erfolgt eine Kondenswasserprüfung. Das Gehäuse wird auf 40-45 ° C erwärmt. Danach wird ein Wassertropfen von 18-25°C auf das Glas gebracht. Nach einer Minute wird das Glastrocken gerieben. Prüfstücke, die einen Kondenswasserniederschlag auf der inneren Glasfläche zeigen, werden ausgeschieden.
Die Bauartprüfung sieht:
- ein Eintauchen während einer Stunde auf 10 Zentimeter Wassertiefe sowie die Überprüfung der Wasserdichtheit der Bedienungselemente vor. Da diese Prüfung nur den augenblicklichen Zustand ermitteln kann, sollten Sie eine regelmäßige Nachuntersuchung der Wasserdichtheit bei Ihrem Juwelier vornehmen lassen. Der prüft im Allgemeinen so: In Luft, bei 0,3 bar Unterdruck über eine Minute, sowie anschließend je nach Druckangabe bei 3 bis 10 bar Überdruck. Ein Mikrometer tastet die Gehäuseverformung ab. Geht diese zu schnell zurück, ist das Gehäuse undicht.
- Die Vakuumprüfung simuliert Situationen, in denen die Uhr nicht hohen Drücken ausgesetzt wird, sondern beispielsweise dem heißen Badewasser mit Seifenzusatz. Im heißen Wasser dehnen sich die Gehäusekomponenten unterschiedlich stark aus, und das weichere Seifenwasser dringt leichter ins Gehäuse ein.
- DIN 8306 sieht für Taucheruhren einen Katalog von dreizehn Prüfungen vor: Ablesbarkeit, Gangverhalten, Antimagnetismus, Stoßsicherheit, Befestigungselemente, Dichtheit bei Luftüberdruck, Salzwasserbeständigkeit, Skaleneinstellring, Funktionssicherheit bei Wasserüberdruck, Temperaturbeanspruchbarkeit, Betätigungseinrichtungen sowie die Dichtheit bei Wasserüberdruck je nach Zifferblattangabe.
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