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Unsere Zeitrechnung beginnt nicht mit dem Jahr Null sondern mit dem Jahr Eins. Während es für uns heute selbstverständlich ist, dass erst nach dem Ablauf des ersten (Null-) Jahres die Zählung bei eins beginnt, waren die Null oder gar negative Zahlen bis Mitte des 16. Jahrhunderts in Europa völlig unbekannt.
Als daher Papst Gregor XII Anfang des 16. Jahrhunderts versuchte, die bis dahin sehr verwirrende Flut von unterschiedlichen Zeitrechnungen und Kalendern zusammenzufassen und zu vereinheitlichen, folgte bei ihm auf das Jahr Eins vor Christi Geburt sofort das Jahr Eins nach Christi Geburt. Da unsere heutige Zeitrechnung auf dem gregorianischen Kalender basiert, fehlt uns das Jahr Null nach wie vor. Das erste Jahrhundert unserer Zeitrechnung begann daher mit dem Jahr Eins und endete mit dem Jahr 100, nach dem gleichen Prinzip hat auch das 21. Jahrhundert erst mit dem Jahr 2001 begonnen.
Die Mathematiker unterscheiden in diesem Zusammenhang außerdem die sogenannte Kardinal- und Ordinalzählung: Während die Kardinalzählung die Angabe einer Anzahl ist, werden bei der Ordinalzählung die einzelne Elemente einer Menge abgezählt. Bei der Kardinalzählung gibt es den Wert Null solange, bis ein vollständiges Element gezählt werden kann. Bei der Ordinalzählung erhält bereits das erste unvollständige Element die Ordinalzahl Eins. Und da unsere Zeitrechnung nun einmal mit Tagen, Monaten und Jahren als Ordinalzählung festgelegt wurde, ist es nun so, dass erst am 31. Dezember 2000 zweitausend vollständige Jahre um waren.
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