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die Zeitrechnung -
Kalenderwesen
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die Weltzeit
Die Weltzeit oder Universal Time (UT) wurde 1926 als Ersatz für die Greenwich Mean Time (GMT) eingeführt. Sie wurde aus astronomischen Beobachtungen gewonnen und entspricht etwa der mittleren Sonnenzeit am Meridian durch Greenwich (Großbritannien - nullter Längengrad). Für die meisten astronomischen Berechnungen wird UT1 benutzt - eine präziser berechnete Form von UT. Jedoch ist die Dauer der aus UT1 abgeleiteten Sekunde schwankend, weil die Erdrotation unregelmäßig verläuft.

Daher wurde mit der Coordinated Universal Time (UTC) eine neue Zeitskala definiert, deren Zeiteinheit die SI-Sekunde (realisiert durch Atomuhren) ist. UTC bietet sowohl eine hochkonstante Zeiteinheit als auch Übereinstimmung mit dem Sonnenlauf. Aus diesem Grunde ist UTC heute die einheitliche Grundlage für die Zeitbestimmung im täglichen Leben. Sie wird über Zeitsender und andere Zeitdienste öffentlich verbreitet. Die UTC ist somit auch eine Grundlage von Zeitangaben geworden, welche international verwendet werden.
In den Angaben der Weltzeituhr sind die Umstellungen bereits berücksichtigt. Die Angaben "UTC +X" oder "UTC -X" geben die tatsächliche momentane Differenz der jeweiligen Landeszeit zu UTC an.
Wegen der Erddrehung ist die jeweilige Ortszeit im gleichen Augenblick unterschiedlich, und zwar pro 15° Längenunterschied um 1 Stunde. Deshalb schlug der Kanadier Sandford Fleming vor, die Erde in 24 Stundenzonen einzuteilen und jede Zone mit einem Buchstaben zu kennzeichnen.
Von dem durch die Sternwarte Greenwich führenden Nullmeridian aus teilte man eine +/- 7°30' breite Zone ein, in der die Z - Zeit oder Greenwich Mean Time GMT gilt. Alle 15° weiter in östliche Richtung wurde eine weitere Zone (A, B, ...M) gebildet, in der jeweils 1 Stunde hinzuaddiert wird. Alle 15° weiter in westliche Richtung wurde eine weitere Zone (N, O, ...Y) gebildet, in der jeweils 1 Stunde subtrahiert wird. So entstanden 24 Zeitzonen für einen Tagesumlauf.
Der 180. Längengrad trennt die beiden Tage voneinander, weshalb er Datumsgrenze genannt wird. Beim Überschreiten von Ost nach West bleibt das Datum unverändert, beim Überschreiten von West nach Ost muss das Datum um einen Tag erhöht werden.
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