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Der Mond hat kein eigenes Licht, er scheint nur, weil er Licht von der Sonne reflektiert; die von der Sonne abgewandte Seite ist in jedem Fall dunkel. Die scheinbare Form des Mondes am Himmel seine Phase - hängt von seiner Position auf seiner Bahn um die Erde ab. Wenn er sich zwischen Sonne und Erde befindet, so dass die sonnenbeschienene Halbkugel von der Erde aus nicht gesehen werden kann, ist Neumond; kurz danach ist eine Sichel zu sehen. Wenn der Mond sich auf seiner Bahn weiterbewegt, wächst die Sichel, der Mond "nimmt zu", und schließlich ist die Hälfte der der Erde zugewandten Seite beleuchtet: Der Mond ist im ersten Viertel; er hat ein Viertel seiner Bahn durchlaufen. Er nimmt weiter zu und ist schließlich voll. Die maximale Helligkeit des Vollmondes ist -12,5 te Größe. Beim Fortschreiten auf seiner Bahn beginnt er nun abzunehmen, erreicht das letzte Viertel und wird wieder zu einer Sichel. Mit dem nächsten Neumond beginnt der Zyklus von neuem. Das Alter des Mondes ist die Zahl der Tage seit dem letzten Neumond.

Während der Sichelphase ist der unbeleuchtete Teil des Mondes oft deutlich sichtbar (aschgraues Licht). Dieses Phänomen ist auf die Reflexion von Sonnenlicht durch die Erde zurückzuführen, was bereits Leonardo da Vinci erkannte.
Die Grenze zwischen der hellen und der dunklen Halbkugel des Mondes heißt Terminator. Da die Mondoberfläche uneben ist, erscheint der Terminator ausgezackt, und es passiert manchmal, dass ein eben noch von der Sonne beleuchteter isolierter Berggipfel als einzelner Lichtpunkt knapp jenseits des Terminators im dunklen Teil des Mondes sichtbar ist. Die Spitzen der Mondsichel werden auch Hörner genannt.
| Phase | Aufgang | Kulmination | Untergang | Sichtbarkeit |
| Erstes Viertel |
Mittag |
Sonnenuntergang |
Mitternacht |
abends, 1. Nachthälfte |
| Vollmond |
Sonnenuntergang |
Mitternacht |
Sonnenaufgang |
in der ganzen Nacht |
| Letztes Viertel |
Mitternacht |
Sonnenaufgang |
Mittag |
morgens, 2. Nachthälfte |
| Neumond |
Sonnenaufgang |
Mittag |
Sonnenuntergang |
unsichtbar (tags am Himmel)
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Der zunehmende Mond kann nur am Abendhimmel, der abnehmende Mond nur am Morgenhimmel beobachtet werden. Auf- und Untergangszeiten verschieben sich täglich um ca. 50 Minuten.
Gezeiten
Es ist seit altersher bekannt, dass das täglich zweimalige Steigen und Fallen der Meere irgendwie mit der Stellung des Mondes zusammenhängt, aber erst die Untersuchungen von Isaac Newton führten zu einer befriedigenden Erklärung des Gezeitenphänomens. Im wesentlichen entstehen die Gezeiten durch die Wirkung der Gravitation des Mondes, die zu einer leichten Aufwölbung der Ozeane führt. Infolge der Erdrotation passiert jeder Punkt der Oberfläche diese Aufwölbungen und erfährt abwechselnd Ebbe und Flut. Warum es zwei Aufwölbungen gibt, eine auf der dem Mond zugekehrten und eine auf der abgekehrten Seite, kann am besten an einem vereinfachten Modell erklärt werden, in dem die Erde völlig mit Wasser bedeckt ist und nicht rotiert. Die Anziehungskraft des Mondes wirkt am stärksten auf die nähere Halbkugel und verursacht ein Ansteigen des Wassers gegen den Mond zu. Das Wasser auf der abgewandten Seite der Erde erfährt die geringste Anziehung durch den Mond und bildet daher eine Aufwölbung in der entgegengesetzten Richtung. Diese zwei Gezeitenberge wandern mit der Periode des Mondes um die Erde und verursachen alle 13,65 Tage eine Flut. Da aber die Erde selbst in 24 Stunden eine Umdrehung macht, ereignen sich die Fluten in Abständen von ungefähr 12h25'.
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