Eine Meisterwerkstatt um das Kostbare zu pflegen und zu erhalten.

Kieninger - Neue Zeiten

Kieninger wagte einen mutigen Schritt: In den alten verwinkelten Gebäuden der Firma war ein rationeller Fertigungsfluss nicht mehr möglich. So entschloss man sich 1988, ein neues Gebäude im Aldinger Industriegebiet zu bauen

Nach einem Jahr Planung und einem weiteren Jahr Bauzeit konnte man 1990 in das neue Gebäude umziehen und dort ebenerdig auf 5.500 qm fertigen. Der Neubau und massive Investitionen in Rationalisierungsmaßnahmen überstiegen jedoch die Kräfte des Unternehmens. Um Schlimmeres zu vermeiden, beteiligte sich 1991 die Firma Mahr, mit der man seit über 60 Jahren in der Messtechnik zusammenarbeitet hatte, mehrheitlich am Unternehmen. Stephan Gais, ein Mahr-Familienmitglied, übernahm die Geschäftsführung.

Im Zuge einer Neuordnung ihrer Aktivitäten verkaufte Mahr jedoch bereits Ende 1993 die Firma weiter an die amerikanische Firma Howard Miller. Das in Familienbesitz befindliche Unternehmen aus Zeeland, Michigan, ist der größte Großuhrenhersteller der Welt und hat einen sehr hohen Eigenbedarf an Uhrwerken. 1994 wurde Michael Schütz Geschäftsführer.

Der Eignerwechsel brachte einen Abschied auf Raten vom Messtechnikgeschäft, das sich über die Jahre als so hilfreich für Kieninger erwiesen hatte. Gleichzeitig erfolgte eine erneute Fokussierung auf das Uhrwerkegeschäft und damit wieder Stabilität und Wachstum für Kieninger.

In den Folgejahren sorgte die Entwicklung zahlreicher, neuer Werkekaliber und Investitionen in neue Produktionsanlagen im Jahr 2002 für einen historischen Höchststand der Werkeproduktion. Gleichzeitig bekam Kieninger mediale Aufmerksamkeit in der Fachpresse für viele der innovativen Uhrenneuvorstellungen.

1996 stellte Kieninger auf der BaselWorld in einer auf 500 Stück limitierten Auflage ihr erstes Uhrenmodell mit Kalenderzifferblatt vor: Ein unverwechselbarer Seilzugregulator und ein ganz besonders wertvolles Stück echter, alter Uhrmacherkunst für Uhrenliebhaber. Das hochwertige Gehäuse in schwarzem Schleiflack ist mit einer Wurzelholzrückwand und einer als Tür ausgeführten, gebogenen und facettierten Glasscheibe versehen. Das versilberte Mondphasenzifferblatt mit Datum, Wochentag und Monatsanzeige ist von einem vergoldeten Frontreif umgeben. Die einzelnen Funktionen können einfach über die handgefrästen gebläuten Zeiger eingestellt werden. Hochwertiges Kompensationspendel mit Feinregulierung, gefräste, polierte 5-speichige Seilrolle und polierte Wandabstandsschrauben aus massivem Messing. Kaliber RWS SeilFederzugwerk mit Westminsterschlagwerk. 

 

Bei diesem auf 250 Stück limitierten Modell 0111 handelt es sich um ein ganz besonders wertvolles Stück alter Uhrmacherkunst und feinster Schreinerarbeit. Als Uhrwerk kam das neu entwickelte Kaliber RS Seilzugwerk mit Westminsterschlagwerk zum Einsatz. Das klassisch elegante, hochwertige Kirschbaumgehäuse ist mit schwarz eingefassten Wurzelholzeinlagen versehen. Die halbrunde Tür mit facettierter und gebogener Frontscheibe ist oben und unten mit einem schwarzen Schleiflackprofil abgesetzt. Ein hochwertiges Sekunden-Kompensationspendel mit Feinregulierung, Zifferblatt mit Mondphase, Sekundenanzeige und Datumsanzeige und handgefräste gebläute Breguet-Zeiger runden die Ausstattung ab.

Die besondere Kreation zum 90-jährigen Jubiläum des Hauses Kieninger: Schlanke, elegante Uhren in Ebenholz mit filigran gearbeitetem, verglasten Kopfteil. Alle Uhren mit versilbertem Kalendariumszifferblatt mit Rauten-Ätzdekor, aufgelegten diamantgedrehten Skalenringen, Mondphasen-, Sekunden-, Datums-, Wochentags- und Monatsanzeige, gebläuten Stahlzeigern und einfachster Einstellung der einzelnen Funktionen. Die Fertigungszahl war dem Jubiläum entsprechend auf lediglich 90 Stück limitiert. In der “90er”-Serie gab es drei Uhren:

– Eine Standuhr mit hochwertigem Kompensationspendel mit Feinregulierung. RS-Kaliber Seilzugwerk mit Westminsterschlagwerk
– Eine Tischuhr mit kleinem Schlüsselschubfach im Sockel. J-Kaliber Federzugwerk mit 3-Melodien-Schlagwerk
– Einen Regulator mit hochwertigem Kompensationspendel. PS-Kaliber Seilzugwerk mit Halbstundenschlagwerk. 


Zeit in ihrer schönsten Form
 

Heute fragen vor allem ausländische Märkte nach hochwertigen mechanischen Uhren. In Asien gelten Stand- oder Wanduhren als Statussymbol. Großuhren sind wieder im Kommen, auch wenn der ursprünglich praktische Nutzen von Tisch-, Wand- oder Standuhren in den Hintergrund getreten ist. Dafür hat ihre dekorative Bedeutung in den letzten Jahren enorm zugenommen.

Als attraktive hochwertige Einrichtungsgegenstände schmücken sie die Wohnung. Was heute fasziniert, ist die Ästhetik der uhrmacherischen Mechanik – und als tragendes Element im Design präsentiert sie sich gut sichtbar. Was würde auch sonst – abgesehen vom Preis – ein mechanisches Uhrwerk von einem Quarzwerk unterscheiden, wenn alles im Uhrgehäuse verborgen bliebe. Der Uhrenfreund möchte heute tief in den Mikrokosmos ineinandergreifender Zahnräder schauen und sich an der Verbindung von Technik und Ästhetik erfreuen. 

Zum 100jährigen Jubiläum… 

…bietet Kieninger die ganze Bandbreite seiner Uhrentechnik und ein stilistisches Spektrum von klassischem bis zu modernem Design in einer weltweit einzigartigen Kollektion an Stand-, Wand- und Tischuhren. Besondere ästhetische und technische Highlights sind dabei die beiden speziellen Jubiläumsmodelle: der als Monatsläufer konzipierte Präzisions-Sekundenpendel-Regulator 2580-96-01 und die designbetonte Tischuhr mit Sekunden-Tourbillon 1266-95-04. Diese uhrmacherischen Spitzenleistungen in der Kieninger-Kollektion versinnbildlichen die immer präsente Firmenphilosophie des Unternehmens: Die Verbindung von exklusivem Design mit anspruchsvoller Mechanik. Höchstwertige Uhrwerke aus eigener Herstellung mit einer Vielfalt an technischen Raffinessen und Komplikationen erfüllen höchste Ansprüche. In Verbindung mit allerfeinsten Uhrengehäusen entstehen Kunstobjekte mit Funktion – attraktive Blickfänge für jeden Wohnraum.


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